Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, mit der Abkürzung GmbH, zählt wie auch die Aktiengesellschaft zu den Kapitalgesellschaften. Diese Rechtsform genießt ein hohes Ansehen am Kapitalmarkt. Dieses Ansehen ist aber auch nicht umsonst: Um eine GmbH gründen zu können, wird ein Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro benötigt, dass bei Gründung einer GmbH von den Gesellschaftern aufgebracht werden muss.


Das Unternehmen tritt mit dem GmbH-Stammkapital im Hintergrund als juristische Person auf. Die Gründer der GmbH haften bei Rechtsstreitigkeiten im Normalfall nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern mit dem eingezahlten Stammkapital. Diese besondere GmbH-Haftung wird erweist sich häufig als enormer Vorteil der Rechtsform.


Im Vergleich zur AG sind Gründung und Führung einer GmbH deutlich weniger aufwendig. Sie besteht aus mehreren Gesellschaftern. Die Inhaber der Geschäftsanteile einer GmbH werden als Gesellschafter oder auch als Anteilseigner bezeichnet. Falls Du Dir einen großen Überblick über alle Rechtsformen in Deutschland machen möchtest, wird Dir unsere Übersicht mit jeglichen Unternehmensformen helfen:


Die Führung der GmbH übernehmen ein oder mehrere Geschäftsführer, die auch als gesetzliche Vertreter der GmbH bezeichnet werden. Falls ein GmbH keinen Geschäftsführer hat, wird sie durch die Gesellschafter vertreten. Bei Start-ups und kleinen Unternehmen tritt in der Regel der GmbH-Gründer selbst als Geschäftsführer auf. Als weiteres Organ der GmbH wird ab 500 Mitarbeitern ein Aufsichtsrat eingerichtet. Doch bereits bevor dieser Schwellenwert erreicht wird, kann ein Aufsichtsrat freiwillig ins Leben gerufen werden.


Eine GmbH muss zwingend in das Handelsregister eingetragen werden und ist zur doppelten Buchführung sowie zur Erstellung von Bilanzen verpflichtet. Die Erstellung des Jahresabschlusses der GmbH ist im Handelsgesetzbuch nach §§ 242 ff. HGB geregelt. Er besteht aus der Bilanz, einer Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) sowie dem Anhang. Mittelgroße und große GmbHs müssen nach § 289 HGB ihrem Jahresabschluss zudem einen Lagebericht hinzufügen. Hierbei geht es darum, den Geschäftsverlauf und die  Geschäftsergebnisse sowie die Lage der GmbH nachvollziehbar darzustellen.


Der Jahresabschluss wird in der Regel aus der laufenden Buchhaltung zum Ende eines Geschäftsjahres erstellt und bildet die Basis für die steuerliche Behandlung der GmbH. Der Jahresabschluss muss von den Gesellschaftern in der Gesellschafterversammlung beschlossen und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden. 


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